Andromeda vor Photoshop

Diese Spiralgalaxie nimmt einen Großteil des Bildes ein. Viele gerade Linien durchziehen sie. Auf dem alternativen Bild wurden die geraden Linien entfernt.

Bildcredit: Kees Scherer

Wie sieht die Andromeda-Galaxie wirklich aus? Diese große Galaxie liegt unserer Milchstraße am nächsten. Die Andromeda-Galaxie liegt weit hinter dem dichten Verkehr am Himmel der Erde. Wenn man mit einer Digitalkamera, die die üblichen Schwächen hat, lang belichtete Fotos von ihr macht, sieht sie so aus wie auf diesem Bild.

Dafür wurde ein Stapel mit 223 Bildern 2019 in einer Gartensternwarte in Portugal fotografiert. Jede Aufnahme ist 300 Sekunden belichtet. Ihr erkennt hier viele klare Mängel. Dazu gehören helle parallele Spuren von Flugzeugen. Auch lange, durchgezogene Bahnen von Satelliten stören das Bild. Dazu kommen noch kurze Streifen von kosmischer Strahlung und kaputte Pixel.

Doch die Fehler wurden nicht gezielt mit Photoshop entfernt. Vielmehr reduzierte sie eine Kombination an Softwarepaketen. Dazu zählen Astro Pixel Processor, DeepSkyStacker und PixInsight. Das soll uns keine digitale Fantasie vorgaukeln, die wenig dem Aussehen von Andromeda (M31) zu tun hat. Tatsächlich wurden die irdischen Artefakte, die nichts mit der fernen Galaxie zu tun haben, so gut wie möglich entfernt. Das Ergebnis zeigt, wie M31 wirklich aussieht.

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Der Kokonnebel im Weitwinkelbild

Rechts unten leuchtet ein heller, rosaroter Nebel mit einem schmalen zartblauen Rand mitten in Nebeln, die zart grau und rot leuchten. Die grauen Nebel ziehen sich nach links oben. Dadurch erinnert der helle Nebel an einen Kometen mit Schweif.
Bildcredit und Bildrechte: Piotr Czerski

Wann sieht ein Nebel wie ein Komet aus? Das dichte Sternfeld im Sternbild Schwan (Cygnus), das hoch am Himmel steht, ist mehr als zwei Grad breit. Darin zieht der kosmische Kokon-Nebel den Blick auf sich. Rechts unten setzt er einen Akzent im kompakten Sternbildungsgebiet. Sein Nebel leuchtet hell in Emission und Reflexion. Doch nach links zieht sich ein langer Schweif aus interstellaren Staubwolken. Dadurch wirkt der gesamte Komplex beinahe wie ein Komet.

Der helle zentrale Kopf des Nebels ist als IC 5146 katalogisiert. Er misst etwa 10 Lichtjahre. Der dunkle, staubige Schweif ist fast 100 Lichtjahre lang. Beide sind rund 2.500 Lichtjahre von uns entfernt. Ein heller Stern nahe beim Zentrum des farbigen Nebels liefert wahrscheinlich die Energie für das Leuchten und trägt dazu bei, ihn auszuhöhlen.

Die Aufnahme wurde im sichtbaren Licht fotografiert. Darauf sind die langen, staubigen Filamente im Schweif dunkel. Doch sie verbergen Sterne, die gerade eben entstehen. Das Bild entstand im Juli im Death Valley in Kalifornien (USA).

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Eine Zodiakal-Nacht

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Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Messier 33: Die Dreiecksgalaxie

Die flauschige Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck liegt mitten im Bild. Rötliche Sternbildungsregionen und blaue Sternhaufen sprenkeln ihre losen Spiralarme. Um sie herum sind Sterne der Milchstraße verteilt. Am rechten unteren Rand leuchtet eine große rötliche Region.
Bildcredit und Bildrechte: George Chatzifrantzis

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt Messier 33. Wir sehen die prächtige Spiralgalaxie von oben. Man nennt sie landläufig auch Windradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre breit. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe, nach der Andromedagalaxie M31 und unserer Milchstraße.

M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie ist vermutlich eine Begleiterin der Andromeda-Galaxie. Forschende der Astronomie in den beiden Galaxien hätten wohl eine tolle Aussicht auf die Sternsysteme der jeweils anderen Spirale.

Dieses scharfe Teleskopbild zeigt die Aussicht von der Milchstraße aus auf M33. In den lose gewundenen Spiralarmen leuchten blaue Sternhaufen und rötliche Regionen, in denen Sterne entstehen. Die hellste Sternbildungsregion ist die löchrige Region NGC 604. Sie liegt von der Mitte der Galaxie aus gesehen auf der 5-Uhr-Position.

In M33 gibt es eine Population gut vermessener veränderlicher Sterne. Sie machten die nahe Spiralgalaxie zu einem kosmischen Vermessungspunkt, als es darum ging, eine Entfernungsskala des Universums zu etablieren. Das gelang auch bei M31.

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Webbs Blick auf M64

Hubble- und JWST-Aufnahme von M64. Eine massereiche Spiralgalaxie leuchtet mit einem gelben Kern, der von Armen voller orange-braunem Staub und rosa-blauen Gebieten mit Sternbildung umgeben ist. Die Galaxie ist von einem Schleier aus dunklem Staub umgeben. Sie schimmert vor dem schwarzen Weltraum, der hier und da mit wenigen Sternen übersät ist.

Bildcredit: NASA, CSA, ESA, F. Belfiore (ESO), J. Lee (STScI), A. Leroy (OSU), and D. Thilker (JHU);
Bildbearbeitung: G. Kober (NASA/Katholische Universität); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Manchmal zeigt das James-Webb-Teleskop Licht, wo Hubble nur Dunkelheit sah. Ein Beispiel dafür zeigt dieses Bild der Galaxie Messier 64. Die nahe gelegene Spiralgalaxie M64 hat viele Namen. Weil ein dunkler Staubstreifen teilweise ihren hellen Kern verdeckt, nennt man sie unter anderem „Blaues-Auge-Galaxie„.

Das Weltraumteleskop James Webb zeigt mit seinem Infrarot-Instrument MIRI auch den dunklen Staub. Im Bild leuchtet er rötlich, denn er absorbiert das Licht junger Sterne und strahlt es dann wieder ab. Die jungen Sterne liegen in der rosa leuchtenden Region im zweiten Hubble-Bild. Dort entstehen Sterne.

Die inneren und äußeren Regionen aus Staub drehen sich in entgegengesetzte Richtung um das Zentrum. An den Schnittpunkten entstehen sehr viele neue Sterne. Diese Bewegung entstand wahrscheinlich, als M64 mit einer kleineren Galaxie zusammenstieß. Das war vor langer Zeit. Im Großen und Ganzen erfahren Spiralgalaxien wenig solcher Begegnungen. Doch Beispiele wie M64 zeigen, dass Kollisionen mit anderen Galaxien auch friedliebende Spiralgalaxien verformen. Zu diesen gehört auch unsere Milchstraße.

In der Astronomie untersucht man mit Aufnahmen des Weltraumteleskops James Webb die Struktur und Bewegung des Staubs in M64. So will man herausfinden, wie er zusammengesetzt ist. Dadurch erfahren wir mehr über die Geschichte und die Entwicklung der Galaxie.

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M83, das südliche Feuerrad

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Bildcredit und Bildrechte: Aldo Zanetti

Die helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie befindet sich nahe des südöstlichen Endes des langgestreckten Sternbilds Wasserschlange. Markante Spiralarme, die durch dunkle Staubstreifen und blaue Sternhaufen nachgezeichnet werden, verleihen dieser Galaxie ihren populären Namen „Südliches Feuerrad“.

Die rötlichen Sternentstehungsgebiete, die die Spiralarme dieser kosmischen Spirale übersäen, haben aber noch zu einem weiteren Spitznamen geführt: die Tausend-Rubin-Galaxie. M83 hat einem Durchmesser von nur 40.000 Lichtjahren und ist damit kleiner als die Milchstraße.

Sie gehört zu derselben Galaxiengruppe wie die aktive Galaxie Centaurus A. Auch der Kern von M83 strahlt hell im Röntgenbereich, da er eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufweist, die von einer intensiven Phase der Sternentstehung übriggeblieben sind.

Diese scharfe Aufnahme, die mit einem bodengebundenen Teleskop aufgenommen wurde, zeigt außerdem Sterne der Milchstraße im Vordergrund und ferne Galaxien im Hintergrund.

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M74, eine prachtvolle Spiralgalaxie

Ausschnitt einer Spiralgalaxie, die direkt von oben auf die Ebene fotografiert ist. Links der Mitte der Kernbereich, von dem zwei helle Spiralarme abgehen. In den Armen leuchten dunkle Staubstreifen, bläuliche Sternhaufen und rote Wasserstoffwolken.
Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis (STScI / AURA)- ESA / Hubble-Arbeitsgemeinschaft; Danksagung: R. Chandar (U. Toledo) und J. Miller (U. Michigan)

Auch wenn sie nicht die beeindruckendste ist, so gehört diese Spiralgalaxie zu den fotogensten. Die Welteninsel besteht aus rund 100 Milliarden Sternen. Sie ist rund 32 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Fische. M74 bietet einen atemberaubenden Anblick von vorne. Sie ist als Sc-Galaxie klassifiziert. Helle blaue Sternhaufen und dunkle Streifen kosmischen Staubs unterstreichen die typische Form der anmutigen Spiralarme von M74. Dieses scharfe Bild ist aus Archivaufnahmen des Weltraumteleskops Hubble zusammengesetzt. Es zeigt einen rund 30.000 Lichtjahre großen Ausschnitt von M74. Es enthält Bilder, die das Leuchten von Wasserstoffatomen zeigen. Sie betonen den rötlichen Schein der größten Bereiche in der Galaxie, in denen Sterne entstehen.

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Messier 24: Sternennebel im Schützen

M24, die Sternwolke im Bild, ist durch eine Lücke in dunklen Wolken sichtbar. Der dichte Teppich aus Sternen ist von einigen helleren Sternen gesprenkelt.
Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog der nebeligen Objekte ist M24 keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und kein Nebel. Es ist eine Lücke in nahe gelegenen, opaken interstellaren Staubwolken. Sie gibt den Blick auf die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm der Milchstraße frei.

Wer mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop durch diese Lücke schaut, blickt durch ein über 300 Lichtjahre breites Fenster auf Sterne, die ca. 10.000 Lichtjahre oder mehr von der Erde entfernt sind.

M24 nennen manche auch „Kleine Sagittarius-Wolke„. Ihre leuchtenden Sterne breiten sich über diese interstellare Szenerie aus. Das Sichtfeld wurde mit einem Teleskop aufgenommen. Es ist am Himmel vier Vollmonde breit. Wir schauen hier zum Sternbild Schütze beim Zentrum der Milchstraße. Mitten in M24 liegen die Dunkelwolken Barnard 92 und Barnard 93 sowie weitere Staubwolken und leuchtende Nebel.

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